Elisabeth-Selbert-Schule erneut als Umweltschule ausgezeichnet

Die Elisabeth-Selbert-Schule darf sich auch 2026 erneut über die Auszeichnung „Hessische Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ freuen. Damit wird das kontinuierliche Engagement der Schule für Umweltbildung, nachhaltige Entwicklung und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur gewürdigt. Die Auszeichnung wird gemeinsam vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen sowie dem Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat vergeben.

Das Siegel steht dabei für mehr als einzelne Umweltaktionen. Im Mittelpunkt steht die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur Wissen über Umwelt- und Naturschutz erwerben, sondern lernen, Zusammenhänge zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und selbst aktiv zu werden. Die Projekte werden deshalb möglichst eng mit dem Unterricht, dem Schulleben und der Schulentwicklung verbunden. Die teilnehmenden Schulen arbeiten über einen Zeitraum von zwei Jahren an selbst gewählten Schwerpunkten und entwickeln ihre Aktivitäten dabei kontinuierlich weiter.

Auch an der Elisabeth-Selbert-Schule bedeutet Umweltbildung vor allem Lernen durch eigenes Tun. Die Schülerinnen und Schüler beobachten, erforschen, gestalten und übernehmen Verantwortung für ihre unmittelbare Umgebung. So werden ökologische Themen nicht nur theoretisch behandelt, sondern praktisch erfahrbar gemacht.

Im Mittelpunkt der aktuellen Projekte standen der Schutz von Vögeln und Amphibien. Im Rahmen einer Projektwoche stellten Schülerinnen und Schüler eigene Nistkästen her. Gemeinsam mit dem WPU-Kurs Ökologie wurden diese anschließend entlang des Warmebachs angebracht. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler handwerklich tätig werden und gleichzeitig erfahren, wie sie selbst einen konkreten Beitrag zum Schutz heimischer Tierarten leisten können. Die Nistkästen schaffen zusätzliche Brutmöglichkeiten und machen zugleich auf die Bedeutung geeigneter Lebensräume aufmerksam.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Amphibien im Umfeld der Schule. Am und im Schulteich bestimmten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Amphibienarten und beobachteten ihre Entwicklung über mehrere Wochen. Auf diese Weise konnten sie die Tiere aus nächster Nähe kennenlernen, ihre Lebensweise erforschen und Veränderungen in ihrer Entwicklung verfolgen. Aus einem Unterrichtsthema wurde so eine unmittelbare Begegnung mit der heimischen Natur.

Ergänzend gestalteten die Schülerinnen und Schüler Plakate zum Schutz von Amphibien. Dabei setzten sie sich mit den Gefahren auseinander, denen die Tiere ausgesetzt sind, und erarbeiteten Möglichkeiten, wie Amphibien geschützt werden können. Die entstandenen Plakate tragen dazu bei, auch andere Schülerinnen und Schüler der Schule für den Schutz dieser Tiere und die Bedeutung ihrer Lebensräume zu sensibilisieren.

Die beiden Projekte zeigen beispielhaft, was hinter der Auszeichnung als Umweltschule steht: Wissen soll zu Handlung werden. Schülerinnen und Schüler sollen erleben, dass ihr eigenes Engagement etwas bewirken kann. Genau diese Verbindung von Lernen und praktischem Handeln ist ein zentraler Bestandteil der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Umweltschule zu sein, bedeutet deshalb auch, Nachhaltigkeit als Teil des schulischen Alltags zu verstehen. Die entsprechenden Aktivitäten finden nicht ausschließlich im Fachunterricht statt, sondern beispielsweise auch in Arbeitsgemeinschaften, Projektwochen und weiteren Angeboten des Schullebens. Ziel ist es, Strukturen zu schaffen, die Umweltbildung langfristig an der Schule verankern.

Für die Elisabeth-Selbert-Schule ist die erneute Auszeichnung daher Anerkennung und zugleich Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Die Schule möchte Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen, Zusammenhänge zu verstehen und Verantwortung zu übernehmen. Denn nachhaltige Entwicklung beginnt nicht erst im späteren Erwachsenenleben – sie beginnt dort, wo junge Menschen erfahren, dass sie selbst etwas verändern können.