Unterwegs in der Kasseler Unterwelt – „Zwei-Bunker-Tour“ der Vikonauten e.V. 

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts der 10. Jahrgangsstufe zur NS-Zeit setzten sich die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-Selbert-Schule intensiv mit den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf ihre eigene Region auseinander. Ziel war es, historische Inhalte nicht nur theoretisch zu erarbeiten, sondern auch erfahrbar zu machen.

In Kooperation mit dem Verein Vikonauten e.V. nahmen die Klassen R10b und G10b an einer Bunkerführung teil und begaben sich auf eine eindrucksvolle Spurensuche durch die Kasseler Unterwelt.

Ausgestattet mit rutschfesten Schuhen, Taschenlampe und Helm erkundeten die Schülerinnen und Schüler den Reichsbahnbunker sowie die unterirdischen Gänge des Viktoriabunker. Dabei erhielten sie nicht nur Einblicke in die baulichen Strukturen von Luftschutzanlagen, sondern setzten sich auch mit den Lebensbedingungen der Menschen während der Bombenangriffe auseinander.

Besonders eindrücklich waren die Berichte von Zeitzeugen, die den historischen Kontext vertieften und den Schülerinnen und Schülern einen emotionalen Zugang zur Thematik ermöglichten. So wurde deutlich, welche Bedeutung Luftschutz, Bunkerbau und das Leben im Ausnahmezustand für die damalige Bevölkerung hatten.

Die Exkursion ergänzte den Unterricht auf anschauliche Weise und trug dazu bei, historische Zusammenhänge besser zu verstehen und kritisch zu reflektieren. Geschichte wurde hier unmittelbar erfahrbar – eine nachhaltige Lernerfahrung für alle Beteiligten.