Wie funktioniert eigentlich ein Aktiendepot, worauf muss man beim Hauskauf achten und wie behält man im Finanzdschungel den Durchblick?

Herr Liehr und Frau Kunter sind unsere zertifizierten Geldlehrer (Geldlehrer e. V.) an der Elisabeth-Selbert-Schule.

Herr Liehr führt das Coaching mit den Abschlussklassen durch – auf dem Bild ist die R10c zu sehen –, während Frau Kunter den Wahlpflichtunterricht (WPU-Kurs) „Finanzbildung“ in den 9. und 10. Klassen leitet.

Dabei analysiert die Klasse reale Hausangebote in Zierenberg und Umgebung und taucht in die Welt von Aktiendepots und Steuererklärungen ein. Der Fokus liegt nicht nur auf Zahlen, sondern auf echtem Nutzwert: Wie finanziert man Träume, ohne in die Schuldenfalle zu tappen? Was bedeutet Inflation für das eigene Ersparte? Durch die lokale Verknüpfung mit Immobilienangeboten oder sogar mit den Dönerpreisen aus dem Ort wird die Theorie für die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler greifbar.

Die Schülerinnen und Schüler der R10c mussten ihr neu gewonnenes Wissen in einer Abschlussprüfung unter Beweis stellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Alle Teilnehmenden haben erfolgreich bestanden. Als Lohn für ihre Mühen erhalten sie ein offizielles Zertifikat, das ihnen fundierte Kenntnisse im Umgang mit Geld bescheinigt – ein wertvolles Dokument, das auch bei zukünftigen Bewerbungen einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann.

Für Herrn Liehr und Frau Kunter ist das Projekt ein wichtiger Baustein, den sie den Schülerinnen und Schülern mitgeben möchten. Die wöchentlichen Einheiten im WPU- und Arbeitslehreunterricht bereiten die Jugendlichen auf die Zeit nach der Schule vor, wenn erste eigene Verträge und finanzielle Entscheidungen anstehen.

Finanzielle Bildung ist dabei auch Persönlichkeitsentwicklung: Wer etwas von Geld versteht, gewinnt Unabhängigkeit und Sicherheit für die berufliche Zukunft.

Im Rahmen von KomPo7 (Kompetenzfeststellungsverfahren in Jahrgang 7) fanden an der Elisabeth-Selbert-Schule in der vergangenen Woche mehrere Projekttage statt. KomPo7 ist ein landesweites Verfahren zur Berufsorientierung in Hessen. Ziel ist es, die individuellen Stärken und Interessen der Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu erkennen und sie bei ihrer beruflichen Orientierung zu unterstützen. Durch praktische Aufgaben und Beobachtungen erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Rückmeldung zu ihren personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen.

KomPo7 ist zugleich ein fester Bestandteil der Berufsorientierung an unserer Schule. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit verschiedenen Berufsfeldern auseinander, reflektieren ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten und nutzen beispielsweise Berufswahltests, um passende oder in Frage kommende Berufe zu entdecken. So werden erste wichtige Schritte auf dem Weg in Richtung Praktikum und späterer Berufswahl angebahnt.

Passend zu diesem Ansatz durften wir an unseren Projekttagen zwei Einrichtungen aus dem sozialen und pflegerischen Bereich begrüßen: das Team der Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen Zierenberg sowie das Team der AGAPLESION Diakonie Kliniken Kassel.

Beide Teams gewährten den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Einblick in ihre Berufsfelder. Vorgestellt wurden typische Arbeitsabläufe im Pflege- und Klinikalltag, verschiedene Ausbildungsberufe sowie die dafür wichtigen Fähigkeiten und Kompetenzen – wie Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Belastbarkeit.

Die Projekttage boten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Fragen zu stellen, praktische Eindrücke zu sammeln und konkrete berufliche Perspektiven kennenzulernen. Damit wurde ein weiterer wichtiger Baustein unserer schulischen Berufsorientierung umgesetzt – ganz im Sinne von KomPo7.

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